Die Gemeinde Gründau, im hessischen Main-Kinzig Kreis gelegen, besteht aus sieben ehemals selbständigen Dörfern. Der Zusammenschluss der Dörfer Rothenbergen, Lieblos, Niedergründau, Mittel-Gründau, Hain-Gründau, Breitenborn und Gettenbach zum 31. Dezember 1971 bzw. 1. August 1972 beruhte teils auf Vertrag, teils auf Landesgesetz. Die Väter dieser neuen Gemeinde wollten den Bürgern eine leistungsfähige Kommunalverwaltung sichern. In den 60er Jahren war den Verantwortlichen in der Politik klar geworden, dass die ehrenamtlichen Gemeindeverwaltungen den Anforderungen der Zukunft nicht mehr gewachsen waren. Bedingt auch durch die Nähe zur Metropole Frankfurt/Main hat sich die Gemeinde auch Dank seiner guten Verkehrsanbindung in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Die Einwohnerzahl stieg von 9.350 (1972) auf 14.766 (Ende 2004). Die ländliche Struktur - immerhin sind von den 6.763 ha Gemeindegemarkung 3.275 ha bewaldet – bieten einen idealen Ausgleich zur nahen Großstadt. Gründau ist seit dem 27. Juli 1991 durch eine Städtepartnerschaft freundschaftlich mit Neugersdorf verbunden. Wesentlichen Anteil an diesen regen Beziehungen, die sich im Laufe der Jahre auch auf viele private Kontakte ausdehnten, trägt ein ehemaliger Neugersdorfer Bürger, der seinen Wohnsitz in Gründau hat. Herr Hans Salomon, Ehrenbürger der Stadt Neugersdorf, schuf die Basis für die Partnerschaft.
Unsere polnische Partnergemeinde liegt südlich der Industriestadt Opole. Die Stadt entstand da, wo sich zwei Flüsse, die Oder und die Hotzenplotz, kreuzen. Die Nähe der beiden Flüsse und die sich kreuzenden Wege haben aus Krapkowice ein wichtiges Handelszentrum gemacht. Das älteste Dokument, das Krapkowice eine Stadt nennt, stammt aus dem Jahre 1294 und dieses Datum wird auch als Anfang der Stadtgeschichte genannt. Schon seit dem Mittelalter hat die Bebauung von Krapkowice einen typischen städtischen Charakter. Die Industrialisierung der Stadt begann mit dem beginnenden 20. Jahrhundert. Es wurde eine Bahnstrecke gebaut. Cellulose- und Papierfabriken und eine Schuhfabrik entstanden. Die Stadt wurde von den Kämpfen des 2. Weltkrieges verschont und so blieb die mittelalterliche Bausubstanz erhalten. Heute ist Krapkowice eine freundliche, gepflegte Stadt, voller Grünanlagen und interessanter Plätze. Die zahlreichen Altertümlichkeiten verbunden mit den neuen Bauten machen die Stadt außergewöhnlich und anmutsvoll. Die Freundschaftsurkunde mit Neugersdorf wurde am 16. September 2001 feierlich unterzeichnet.